Entwicklung einer zustandsorientierten Instandhaltungsstrategie für Ortsnetzstationen unter Berücksichtigung technischer und wirtschaftlicher Einflussfaktoren
Die zuverlässige Funktion von Ortsnetzstationen (ONS) ist essenziell für die Versorgungssicherheit elektrischer Verteilnetze. Gleichzeitig führen alternde Betriebsmittel, steigende Lastanforderungen sowie die zunehmende Integration dezentraler Erzeugungsanlagen zu wachsenden Anforderungen an Betrieb und Instandhaltung. Klassische intervallbasierte Wartungsstrategien berücksichtigen den tatsächlichen Zustand der Anlagen nur eingeschränkt und können dadurch sowohl unnötige Wartungsaufwände als auch erhöhte Ausfallrisiken verursachen. Zustandsorientierte Instandhaltungs-strategien ermöglichen hingegen einen gezielteren Ressourceneinsatz, die Verlängerung der Anlagenlebensdauer sowie die Reduzierung von Betriebs- und Instandhaltungskosten.
Die Aufgabenstellung der Abschlussarbeit besteht in der Entwicklung einer zustandsorientierten Instandhaltungsstrategie für Ortsnetzstationen in elektrischen Verteilnetzen. Zunächst sollen die Grundlagen, der Aufbau sowie die Funktionen von Ortsnetzstationen erarbeitet und deren Bedeutung für die Versorgungssicherheit dargestellt werden. Darüber hinaus sind aktuelle Instandhaltungs-strategien sowie normative und wissenschaftliche Ansätze zu analysieren und hinsichtlich ihrer Eignung für ONS zu bewerten. Im weiteren Verlauf soll die bestehende Inspektionscheckliste für Ortsnetzstationen untersucht, überarbeitet und vereinheitlicht werden. Ziel ist die Erarbeitung einer strukturierten Bewertungsgrundlage zur Erfassung des Anlagenzustands. Auf Basis der Inspektionsdaten ist anschließend ein Modell zur Zustandsbewertung der ONS zu entwickeln. Anhand der ermittelten Zustandsbewertung sollen zustandsabhängige Wartungsintervalle definiert werden, die eine wirtschaftlich optimale Nutzung der Ortsnetzstationen ermöglichen. Dabei sind insbesondere Netzsicherheit, Personenschutz sowie die Kritikalität einzelner Zustände und Komponenten zu berücksichtigen. Ergänzend sollen mögliche Zielkonflikte zwischen Wirtschaftlichkeit, Anlagenzustand und Versorgungssicherheit untersucht werden. Zudem ist zu bewerten, wie sich verschiedene Priorisierungsansätze und finanzielle Rahmenbedingungen der Instandhaltung langfristig auf die Entwicklung des Anlagenbestands auswirken können. Hierfür können verschiedene Budgetszenarios betrachtet und miteinander verglichen werden. Abschließend sollen die ermittelten Wartungszeitpunkte mit dem Alter der Ortsnetzstationen und Betriebsmittel verglichen werden, um Zusammenhänge zwischen Alter, Zustand und Instandhaltungsbedarf zu bewerten.
Im Einzelnen wird folgende Vorgehensweise empfohlen:
Einfach Nah. Einfach Da. Swk
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